Peking – China ist als erste Weltraumnation zu einer Reise auf die Rückseite des Mondes aufgebrochen. Eine Rakete vom Typ „Langer Marsch 3B“ hob am Samstagmorgen vom Raumfahrtbahnhof Xichang ab, um die Mondsonde „Chang’e 4“ mit einem Roboterfahrzeug an Bord in Richtung des Erdtrabanten zu schicken.
Darüber, wann „Chang’e 4“ auf dem Mond aufsetzen soll, lagen unterschiedliche Informationen vor. Die staatliche Zeitung „China Daily“ sprach von einer „mehrwöchigen“ Reise. In anderen Berichten war von 27 Tagen bis zur Landung die Rede. Als Landeplatz nannten Staatsmedien den Aitken-Krater. Nach der Ankunft soll das Roboterfahrzeug den Boden und die Strukturen um den Landepunkt untersuchen. Es ist mit einer Panoramakamera und Messgeräten ausgestattet.
Beobachter warnten vor besonderen Herausforderungen bei der Mission: Schwierig sei etwa die Landung, weil das Gelände auf der Rückseite des Mondes nicht so flach wie auf der Vorderseite sei.