China als neue Großmacht im All

von Redaktion

Peking – Die Sonde „Chang’e 4“ ist auf dem Mond gelandet. Damit hat China erstmals echte Pionierarbeit im All geleistet. Nicht nur auf der Erde, auch im All müssen sich die USA daran gewöhnen, dass sie neue Konkurrenz bekommen.

Denn kaum ist die nach der chinesischen Mondgöttin benannte „Chang’e 4“ gelandet, steht auf Pekings eng durchgetaktetem Weltraum-Plan schon die nächste Mission an. Mit „Chang’e 5“ sollen noch in diesem Jahr Gesteinsproben zurück auf die Erde gebracht werden. 2030 soll dann erstmals ein Chinese auf dem Mond landen.

„Alles baut aufeinander auf“, sagt Ouyang Ziyuan, führender wissenschaftlicher Berater des chinesischen Mondprogramms. China denke sehr langfristig und zeigt auch Interesse an den Rohstoffen auf dem Mond –- besonders Helium-3. Das Isotop gilt als möglicher Brennstoff für Kernfusionskraftwerke.

Doch nicht nur auf dem Erdtrabanten verfolgt Peking ambitionierte Pläne. 2018 schickte China zum ersten Mal mehr Raketen in den Orbit als jedes andere Land. So soll für China nicht nur bald schon eine Reise zum Mars Wirklichkeit werden, sondern bereits in naher Zukunft der Bau einer großen chinesischen Raumstation gelingen, die ständig bemannt ist. 2022 soll sie betriebsbereit sein.

Chinas Raumfahrtvorhaben dienen nicht nur dem Prestige und der wissenschaftlich-technischen Entwicklung, verfolgt werden ganz klar auch militärische Interessen. Militärexperten in China verweisen gerne darauf, dass künftige Kriege im All gewonnen werden.

Auf die neue militärische Konkurrenz im All stellen sich die USA unter Präsident Donald Trump längst ein. Er hat ein neues militärisches Führungskommando „Space Command“ ins Leben gerufen.

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