„Wir sind vorbereitet“

von Redaktion

Ein Urlauber berichtet aus Thailand

Fotograf Michael Westermann verbringt die Weihnachtsferien in Thailand – in Khao Lak im Süden Thailands an der Andamanensee. In dieser Region wurde der Sturm am Freitagabend erwartet. Wir sprachen mit ihm.

Haben Sie Angst vor dem Sturm?

Nein, wir fühlen uns gut vorbereitet. Hier in der Gegend hat ja auch der Tsunami 2004 verheerend gewütet. Man sieht immer noch Spuren, etwa verrottende Fischerboote, die die Riesenwelle damals mit sich ins Land gerissen hat. Im Hotel hängen Warnhinweise, auch einer von Bundesaußenminister Heiko Maas. Die Thais sind sehr professionell und bewahren ihre asiatische Gelassenheit.

Sind nicht die meisten Urlauber abgereist?

Ja, viele Gäste sind abgereist. Aber ich denke, die Thais sind gerüstet. Hier am Bang Niang Strand in Khao Lak werden Sandsäcke gestapelt und Schutzbarrieren aus Brettern aufgebaut, um den Strand vor herangeschwemmtem Schmutz zu schützen. Baden im Meer und in Pools ist verboten. Ein wenig gespenstisch ist die Stimmung schon, es herrscht die Ruhe vor dem Sturm und der Saxophonist spielt unverdrossen am Hotelpool, man fühlt sich ein wenig wie auf der Titanic.

Wo werden Sie den Sturmtag verbringen?

Im Hotel. Der Sturm soll nachts eintreffen, mit Stark-regen und hohen Wellen. Aber das Hotel liegt höher, ist stabil gebaut und man kümmert sich gut um uns. Das wird alles schon gut gehen.

Interview: Susanne Sasse

Artikel 10 von 10