Schönberg – Nach dem tödlichen Schuss auf eine Frau beim Silvesterfeuerwerk in Schönberg in Schleswig-Holstein halten die Ermittler auch einen Mord für denkbar. „Es kann sich bei dem Fall um eine fahrlässige Tötung gehandelt haben, beispielsweise durch einen Unfall, aber auch um einen Mord“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben aber keinen Hinweis gefunden, der eindeutig für Mord spricht.“ Die Ermittler gingen weiter von einem Tötungsdelikt aus, die rechtliche Einordnung erfolge erst später.
Zuvor hatte Schönbergs Bürgermeister Peter Kokocinski an den Schützen appelliert, sich bei der Polizei zu melden. „Es wäre für die betroffene Familie, aber auch für alle Menschen im Ort wichtig zu erfahren, was wirklich passiert ist“, sagte er den „Kieler Nachrichten“. Er gehe von einem Unfall aus und vermute, „dass jemand im Übermut mit einer Schusswaffe hantiert hat.“