Madrid – Ein neuer Rückschlag hat die Bergung eines verschollenen Kleinkindes aus einem tiefen Schacht in Spanien am Wochenende verzögert. Bei der Bohrung eines Bergungstunnels stießen die Helfer auf einen großen Felsbrocken. Bis Sonntagnachmittag habe man daher nur 40 von insgesamt 60 Metern geschafft, teilten die Helfer in Totalán nahe der südlichen Küstenstadt Málaga mit. Mit den Eltern des zweijährigen Julen leidet ganz Spanien.
Am Samstag hatte man noch gehofft, den Zugang, der senkrecht zum Schacht verläuft, beim Ausbleiben neuer größerer Probleme bis zum Sonntagmorgen fertigstellen zu können. Alles deutete gestern aber darauf hin, dass man Julen auf keinen Fall vor Montagabend wird finden können. Denn nach Fertigstellung des Tunnels müssen Minenarbeiter eine horizontale, vier Meter lange Verbindung zu dem Schacht herstellen, in dem das Kind vermutet wird. Dafür wird man amtlichen Angaben zufolge mindestens 20 Stunden benötigen. Die Bergleute sollen in einem Metallkorb heruntergelassen werden und in dem einen guten Meter breiten Tunnel arbeiten.