Der tropische Pazifikstaat Palau und der US-Bundesstaat Hawaii verbieten bald Sonnencremes mit Inhaltsstoffen, die Korallen schaden. Palau, das das Verbot ab 2020 einführen will, und Hawaii, für das es ab 2021 beschlossen ist, könnten Vorreiter für andere Reiseziele sein. Laut der „New York Times“ wird geschätzt, dass rund 14000 Tonnen Sonnencreme pro Jahr in die Ozeane gelangen – in Riffen bei Hawaii und in der Karibik zeigten sich die deutlichsten Schäden. Tatsächlich stehen bestimmte Inhaltsstoffe im Verdacht, Korallen und Fische zu schädigen. Konkret geht es um chemische UV-Filter, vor allem Octinoxat und Oxybenzon. Auch der in deutschen Sonnencremes verbreitete UV-Filter Octocrylen kann nach Ansicht von Forschern Meeresbewohner schädigen. Urlauber können auf Cremes mit physikalischen Filtern wie Titandioxid oder Zinkoxid setzen, die Sonnenstrahlen reflektieren und sie damit von der Haut fernhalten. Zudem raten Forscher zu UV-Kleidung. dpa