Osnabrück – Wölfe in Deutschland greifen immer öfter Nutztiere wie Schafe und Ziegen an. Die Zahl der dabei verletzten oder getöteten Tiere nehme deutlich zu, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf die zuständige Dokumentationsstelle des Bundes (DBBW). Demnach hat sich 2017 die Zahl der getöteten, verletzten oder vermissten Tiere im Vergleich zum Vorjahr um rund 55 Prozent erhöht, auf 1667. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte dem Blatt, die Verunsicherung der Menschen in Wolfsregionen sei verständlich. Agrar- und Umweltministerium streiten seit Längerem über den Umgang mit Wölfen. Klöckner forderte eine „gemäßigte Bestandsregulierung, die es rechtssicher ermöglicht, einzelne Wölfe eines Rudels zu entnehmen“. Nach Angaben der Ministerin verdoppelt sich die Zahl der Wölfe alle drei bis vier Jahre.