Karnevalisten trotzen Böen und Regenschauern

von Redaktion

Köln/Düsseldorf/Mainz – Die Narren haben an Rosenmontag Sturmtief „Bennet“ die Stirn geboten. Trotz heftiger Böen und Regenschauern bahnten sich die Karnevalszüge in Köln, Mainz und Düsseldorf ihren Weg durch die Stadt – in leicht abgespeckter Form. So verzichteten die Karnevalisten in allen drei Städten auf Pferde. Andernorts wurden Züge abgesagt oder verschoben. Das Festkomitee Kölner Karneval hatte erst am Morgen entschieden, dass alle großen Motivwagen mitfahren konnten. Die Düsseldorfer mussten bis zum Schluss zittern, denn bei ihnen gilt für den Zug eine feste Grenze von Windstärke 7 – mehr darf nicht sein. Augsburg sagte wegen starker Böen eine Open-Air-Feier auf dem Rathausplatz ab.

Der Mainzer Carneval-Verein schätzte, dass etwa 450 000 Menschen den Umzug am Straßenrand verfolgten, etwas weniger als sonst. Die Düsseldorfer gingen von ungefähr 600 000 Besuchern aus. In Köln hieß es, der Zulauf sei höher als 2018. Eine seriöse Schätzung sei aber unmöglich. Die beliebteste Zielscheibe der Narren war US-Präsident Donald Trump, der etwa in Düsseldorf als „Schmutzengel“ seine schützenden Hände über den saudischen Prinzen Mohammed bin Salman mit einer bluttriefenden Kettensäge hielt.

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