IN KÜRZE

von Redaktion

Aus Sicht der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli wird noch oft an Äußerlichkeiten festgemacht, ob jemand aus Deutschland kommt. „Deutschsein wird immer noch stark mit einem bestimmten Aussehen verbunden“, sagte die SPD-Politikerin. „Und wenn man anders aussieht, muss man sich rechtfertigen, erklären und darum kämpfen, dazuzugehören.“ Bei Twitter meldeten sich zuletzt mehrere Menschen unter dem Schlagwort #vonhier zu Wort, die aus Deutschland sind, wegen ihres Namens oder Aussehens aber oft gefragt werden, wo sie „denn eigentlich“ herkämen. Das kennt auch Chebli, die als Kind palästinensischer Eltern in Berlin aufgewachsen ist. Schauspieler Lars Eidinger (43, „Alle anderen“) ist nach eigenen Worten nie vollkommen glücklich. „Dafür bin ich viel zu intelligent“, sagte er dem Magazin „Cosmopolitan“. „In jedem glücklichen Moment schwingt auch immer eine gewisse Melancholie, ob dessen Vergänglichkeit, mit. Deshalb kann ich mich auch nie im Moment verlieren.“ Der Schauspieler, der auch regelmäßig als DJ auflegt, bezeichnet sich selbst als widersprüchlich.

Schlagerstar und SPD-Mitglied Roland Kaiser (66) blickt mit einer gewissen Sorge auf den Zustand der Sozialdemokraten. „Die Lage der SPD ist momentan schwierig. Es hat derzeit niemand ein Allheilmittel, wie man Wähler wieder dazu bringt, sie zu wählen“, sagte Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. Es seien immer die Visionen gewesen, die die Sozialdemokraten stark gemacht hätten. „Aber es ist schwierig, in der SPD Pragmatismus durchzusetzen, das ist recht kompliziert.“ In der Flüchtlingspolitik hätte er sich gewünscht, dass alle EU-Länder sich bereit erklären, entsprechend ihrer Größe Zuwanderer aufzunehmen. „Wir haben ja ein Solidaritätsprinzip in der EU. Da muss man auch mal sagen: Dann passt du nicht in unsere Gemeinschaft, wenn du nicht diese humanitären Ziele verfolgst“, erklärte Kaiser, der in der kommenden Woche sein neues Album auf den Markt bringt.

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