San Francisco – In den USA sorgt der Fall eines 78-Jährigen für Empörung, der auf der Intensivstation von seinem bevorstehenden Tod per Videoschalte und nicht persönlich von einem Arzt erfuhr. Ernest Quintana hatte in der vergangenen Woche in einem Krankenhaus in Fremont gerade Besuch von seiner Enkelin Annalisia Wilharm, als ein Roboter mit einem Bildschirm in das Krankenzimmer fuhr. Ein darauf zugeschalteter Arzt eröffnete dem schwerkranken Mann, dass seine Lunge versagen und er nicht mehr nach Hause zurückkehren werde. Einen Tag später starb Quintana. „Wir wussten, dass das kommen wird und dass er sehr krank ist, aber niemandem sollte diese Nachricht so überbracht werden“, sagte Wilharm dem Sender KTVU. „Ein Mensch hätte kommen müssen.“
Das Kaiser Permanente Medical Center, wo Quintana behandelt wurde, sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Die Klinik bedauerte zugleich das Vorgehen im Fall Quintanas.