Leichen von in Kanada verunglückten Bergsteigern gefunden

von Redaktion

Wien/Montreal – Traurige Gewissheit nach dem Lawinenunglück in den kanadischen Bergen: Am Sonntag sind die Leichen der drei Ausnahme-Bergsteiger Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley gefunden worden. Die Alpinisten wurden offenbar Opfer eines Lawinenunglücks.

Die Österreicher Auer und Lama und ihr US-Kollege Roskelley, die zu den besten Bergsteigern der Welt gehörten, waren seit Dienstag vermisst worden. Sie wollten die Ostseite des Howse-Passes in der kanadischen Provinz Alberta besteigen, nach Angaben der Parkverwaltung eine „abgeschiedene und sehr schwierige Route“.

Nachdem die Männer als vermisst gemeldet wurden, suchten Rettungskräfte am Mittwoch das Gebiet aus der Luft ab. Der Einsatz musste zwischenzeitlich aber wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Lawinenabgänge unterbrochen werden. Nachdem Hinweise auf zahlreiche Lawinenabgänge sowie die Kletterausrüstung gefunden wurden, gingen die Behörden vom Tod der drei Männer aus, der sich nun bestätigte.

Freunde Lamas hatten am Freitag eine Abschiedsbotschaft auf seine Webseite gestellt. „David lebte seine Passion für den Alpinismus mit vollster Überzeugung. (…) Er war ein Freigeist durch und durch. Viel zu früh ist diese Reise nun zu Ende gegangen“, hieß es. Seine Eltern schrieben: „Er folgte stets seinem Weg und lebte seinen Traum. Das nun Geschehene werden wir als Teil davon akzeptieren.“ Auf Auers Webseite posteten Familie und Freunde Gedanken des Bergsteigers von 2015: „Klettern und Bergsteigen im Grenzbereich ist kein Spiel ohne Risiko – aber eines ohne das ich nicht leben kann.“ Die Familie Roskelleys dankte der Kletter-Gemeinde, Freunden, Bekannten und dem Team der Outdoor-Bekleidungsmarke, die die Extremsportler gesponsort hatte.

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