Urlaub in der ISS

von Redaktion

New York – Was für ein Blick! Doch nicht nur Astronauten wie auf unserem Bild Alexander Gerst sollen künftig das Privileg haben, von der Raumstation aus auf die Erde und das All zu blicken. Auch Touristen sollen das künftig können – vorausgesetzt, sie bringen das entsprechende Geld mit.

Weltraumtouristen sollen ab 2020 nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa regelmäßig auf die Internationale Raumstation ISS fliegen können. Missionen von bis zu 30 Tagen sollen künftig möglich sein, kündigte Nasa-Finanzvorstand Jeff DeWitt am Freitag in New York an. Der Plan „ermöglicht die Nutzung staatlicher Ressourcen für kommerzielle Aktivitäten und schafft die Möglichkeit für private Astronauten-Missionen“ zur Raumstation sowie im erdnahen Orbit.

Ziel sei es, eine „solide Raumfahrt-Wirtschaft“ aufzubauen. Die Nasa wolle bis zu „zwei kurze Missionen pro Jahr für Privat-Astronauten“ genehmigen, erklärte die für die ISS zuständige Nasa-Vertreterin Robyn Gatens.

Die privaten Reisen ins All können laut Nasa bis zu 30 Tage dauern. Bis zu einem dutzend Weltraumtouristen könnten somit jährlich an Bord der ISS kommen. Dorthin sollen sie von zwei Anbietern gebracht werden, die derzeit Raumkapseln für die Nasa entwickeln: Dem privaten US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk und dem US-Flugzeugbauer Boeing. Die beiden Unternehmen wählen die Weltraumtouristen aus. Hin- und Rückflug sollen rund 58 Millionen Dollar kosten. Für das Leben an Bord der Raumstation müssen die Urlauber laut DeWitt rund 35 000 Dollar täglich bezahlen. Der Erste von mehreren Weltraumtouristen auf der ISS, der amerikanische Multimillionär Dennis Tito, flog 2001 ins All. afp

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