Kirchentag beginnt mit Applaus

von Redaktion

Steinmeier spricht über Digitalisierung – AfD nicht eingeladen

Dortmund – Dass alles wie immer wäre beim größten Glaubenstreffen der Protestanten in Deutschland, stimmt nicht: Seit dem letzten evangelischen Kirchentag im Jahr 2017 sind große gesellschaftliche Themen auf die Agenda gerückt. So bekommt nach den Protesten der „Fridays for Future“-Bewegung das Klima einen größeren Raum in Dortmund.

Auch das Thema Digitalisierung ist noch ziemlich neu für den Kirchentag. Niemand Geringeres als der Bundespräsident machte dazu am Donnerstag den Auftakt. Frank-Walter Steinmeier forderte in seiner Rede Spielregeln für den digitalen Raum und mündige User, die sich aus der „digitalen Naivität“ befreien. Wie Margot Käßmann redete er vor einer vollen Westfalenhalle, und er erntete ebenso viel Applaus.

Zu den roten Fäden im Programm gehört die Flüchtlingspolitik, in diesem Jahr mit dem Fokus Seenotrettung. Kurzfristig nahmen die Veranstalter einen Termin mit dem Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, ins Programm. Orlando, Kritiker seiner Regierung, warb leidenschaftlich für die Aufnahme der Flüchtlinge. Das Ertrinken von Menschen sei „eine Schande für Europa“. Dass „radikale Einstellungen auf den Podien des Kirchentags nichts zu suchen“ haben, zeigten die Organisatoren bereits im Vorfeld, indem sie die AfD nicht einluden.

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