Köln – Spärlich bekleidete Besucherinnen und Besucher müssen sich im Kölner Dom auch an heißen Tagen mit einem Tuch bedecken. Die Tücher würden von den Domschweizern, den Ordnungshütern im Dom, ausgegeben, sagte Domsprecher Markus Frädrich. „Die Tücher-Regelung gilt sowohl für Frauen als auch für Männer, die knapp bekleidet den Dom betreten“, sagte Frädrich. Wenn Männer zum Beispiel in einer Art Unterhemd oder gar mit freiem Oberkörper kämen, müssten sie sich auch bedecken. Der Dom bemühe sich um Gleichberechtigung. „Und die meisten Besucherinnen und Besucher reagieren auf diese Maßnahme nach unserer Erfahrung sehr verständnisvoll – auch, weil sie diese Praxis bereits aus vielen südlichen Ländern, zum Beispiel Italien, kennen. Das Bedecken von Schultern und Bauch ist eine kleine, aber feine Geste, mit der deutlich wird, dass man den profanen Raum verlässt und einen sakralen Raum betritt.“