Mehr als zehn Monate nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua mit 43 Toten sind die beiden letzten Pfeiler gesprengt worden. Die Sprengung wurde am Freitag um 9.37 Uhr im Beisein der italienischen Vize-Regierungschefs Matteo Salvini und Luigi Di Maio ausgelöst. Die rund 4500 Tonnen schweren Beton- und Stahlkonstruktionen stürzten innerhalb von sieben Sekunden in sich zusammen, begleitet von einer riesigen Staubwolke. Zahlreiche Bewohner verfolgten das Schauspiel vor Ort. Experten hatten nach dem Unglück erklärt, der Einsturz sei wegen der vielen baulichen Mängel an der Spannbetonbrücke vorhersehbar gewesen. Die italienische Justiz ermittelt. Mit der Konstruktion einer neuen Brücke soll kommendes Jahr begonnen werden.