Mutter der erstochenen Maria schluchzt vor Gericht heftig

von Redaktion

Stralsund – „Sie fehlt mir so sehr, sie ist meine erste Tochter!“ Die Mutter der ermordeten Maria aus Zinnowitz auf der Insel Usedom muss heftig schluchzen, als sie im Stralsunder Landgericht aussagt. Dort müssen sich zwei 19 und 21 Jahre alte Angeklagte wegen Mordes verantworten. Sie wollten nach der Angaben des 19-Jährigen einen Menschen sterben sehen und hatten sich dafür Mitte März die schwangere Maria ausgesucht. Die Mutter berichtet, dass ihr Maria gesagt habe, dass sie schwanger sei. „Ich bin deine Mutter, ich werde dich begleiten“, habe sie geantwortet. Am ersten Prozesstag hatte der 19-Jährige einen Großteil der Schuld auf sich genommen. Aufschluss erhofft sich das Gericht von einer Mitarbeiterin im Jugendclub, wo sich die Angeklagten, Maria und andere Jugendliche regelmäßig trafen. Die Mitarbeiterin war die beste Freundin Marias. „Sie war lustig und offen, jeder hat sie geliebt“, sagte sie. Maria habe voller Glück die Ultraschallbilder ihres Babys gezeigt. Die Mutter hatte die Freundin am Tag nach der Tat gebeten, nach Maria zu schauen. So hatte sie das Opfer gefunden. „Sie war bestialisch zugerichtet“, sagt die Freundin. Der Gerichtsmediziner hatte 19 Einstiche gezählt, in Kopf, Hals und Extremitäten. Gegen die Ex-Freundin des 19-Jährigen wird ermittelt, weil sie von der Tat gewusst und der Polizei nichts gesagt haben soll. Er sei nachts nach Hause gekommen und habe gesagt, dass sie das jetzt durchgezogen hätten. Dann habe sie Blut an seinen Händen entdeckt. „Ich war fassungslos.“

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