Münchner Familie fliegt in den Tod

von Redaktion

Auf Mallorca kollidieren ein Ultraleichtflugzeug und ein Helikopter – Insgesamt sieben Tote – Unglücksursache unklar

Palma/München – Alptraum auf der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen: Über Mallorca sind am Sonntag ein Ultraleichtflugzeug und ein Hubschrauber in der Luft zusammengestoßen – mit tödlichen Folgen. Das Unglück habe insgesamt sieben Menschen das Leben gekostet, teilte die Regierung der Balearen am Abend mit. Nachdem die spanischen Behörden noch zunächst davon sprachen, unter den Todesopfern könnten „möglicherweise“ auch Deutsche sein, erfuhr unsere Zeitung am Abend aus sicherer Quelle: Bei den Insassen des Hubschraubers handelt es sich neben dem Piloten um eine Familie aus München. Neben den Eltern starben auch der zehnjährige Sohn und die elfjährige Tochter.

Die Familie war nach Informationen der „Bild“ an Bord des Helikopters vom Typ Bell 206 L3 LongRanger, als dieser gegen 13.36 Uhr nahe der Stadt Inca im Inneren der Baleareninsel mit dem Kleinflugzeug kollidierte. Der Pilot des Hubschraubers sei Italiener gewesen. Er hinterlasse eine Frau und einen Sohn, beide wohnen in Deutschland.

An Bord des Ultraleichtflugzeugs waren laut Medienberichten zwei Spanier. Beide überlebten den Absturz ebenfalls nicht.

Das Unglück hatte sich aus noch unbekannter Ursache nahe der Stadt Inca im Inneren der Baleareninsel ereignet. Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main bestätigte den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. „Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf.“ Rotorflug bietet laut Firmen-Webseite Rundflüge über Mallorca an – auf drei Routen von jeweils 15 bis 30 Minuten ab 87 Euro pro Person.

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca. Ein Mann berichtete von einem „schrecklichen Knall“. Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: „Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls.“ Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: „Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern.“ Es habe oberste Priorität, zunächst die Toten zu identifizieren und ihren Angehörigen beizustehen. Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

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