Epstein-Opfer sprechen vor Gericht

von Redaktion

New York – Auch nach dem Tod von Jeffrey Epstein haben Opfer des mutmaßlichen Sexualstraftäters ihrem Ärger und ihrer Trauer vor Gericht Ausdruck verliehen. Die Anhörung in New York war eigentlich nur zur formalen Einstellung der Anklage gedacht, doch Richter Richard Berman lud auch mutmaßliche Opfer ein, ihre Geschichten und Gefühle mitzuteilen. Eine der Frauen sagte, Epsteins Suizid habe ihr die Chance „geraubt“, ihn von Angesicht zu Angesicht im Gerichtssaal zu stellen. „Er konnte nicht verstehen, was er uns genommen hat“, sagte eine Betroffene. Eine dritte Frau las einen Brief vor, den sie Epstein geschrieben hatte: „Ich werde nie in der Lage sein, die überwältigenden Gefühle und die Verlegenheit dieses Dramas zu überwinden.“ Die Staatsanwälte betonten, dass weiter gegen Beteiligte an den Epstein vorgeworfenen Verbrechen ermittelt wird. Die Untersuchungen dürften sich vor allem auf die langjährige Partnerin von Epstein, Ghislaine Maxwell, konzentrieren.

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