Amsterdam wird Drogen nicht Herr

von Redaktion

Amsterdam – Die Amsterdamer Behörden sind einem Expertenbericht zufolge der Drogenkriminalität nicht mehr gewachsen. Unterweltgangs würden mit Kokain, Marihuana und anderen Rauschmitteln Milliarden Euro einnehmen, heißt es laut der Zeitung „De Telegraaf“. Bürgermeisterin Femke Halsema versprach ein energischeres Vorgehen, warnte aber: „Das Anpacken der Drogenwirtschaft und der damit verbundenen Straftaten erfordert Durchhaltevermögen, gemeinsame Hingabe und langjährigen Einsatz.“ Nötig sei „eine Art niederländisches FBI“, sagte der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Jan Struijs. Mindestens 500 Polizeibeamte müssten für den Kampf gegen die Drogenkriminalität freigestellt werden. Abwassersuntersuchungen ließen darauf schließen, dass pro Tag vier Kilo Kokain geschnupft werden. Das entspreche einem Jahresumsatz von etwa 75 Millionen Euro. Um Drogengelder zu waschen, würden jährlich vermutlich rund zehn Milliarden Euro ins Ausland geschafft.

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