Erster Deutscher im All ist tot

von Redaktion

Berlin – Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All, ist tot. Der DDR-Kosmonaut starb am Samstag im Alter von 82 Jahren, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. „Mit Sigmund Jähn verliert die deutsche Raumfahrt einen weltweit anerkannten Kosmonauten, Wissenschaftler und Ingenieur“, sagte die Vorstandsvorsitzende des DLR, Pascale Ehrenfreund.

Jähn war mit der Rakete „Sojus 31“ am 26. August 1978 vom russischen Raumfahrtzentrum Baikonur aus gestartet. Gemeinsam mit dem sowjetischen Kosmonauten Waleri Bykowski war er sieben Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. Der Kosmonaut war in der DDR ein Volksheld. Erst 1983 flog Ulf Merbold aus dem Westen als zweiter Deutscher ins All.

Der 1937 geborene Sachse Jähn war gelernter Buchdrucker und Oberstleutnant der DDR-Armee NVA. Von 1976 an wurde er in der Sowjetunion auf seinen Flug ins All vorbereitet. Nach der Wende wurde er arbeitslos. Später kam er beim DLR unter und bildete europäische Astronauten aus. Jähn war verheiratet und hatte zwei Töchter.

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