Drei Kölner Apotheken geschlossen

von Redaktion

Köln – Nach zwei Todesfällen durch eine vergiftete Arznei haben die Behörden die sofortige Schließung von drei Apotheken in Köln angeordnet. Es gehe um den vorbeugenden Gesundheitsschutz während der laufenden Ermittlungen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums.

„Da eine Gefährdung weiterer Kunden durch von der Apotheke abgegebene Arzneimittel nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, ist die vorübergehende Schließung des gesamten Apothekenbetriebs erforderlich“, teilte die Kölner Bezirksregierung mit. Es handelt sich um die Apotheke, aus der die vergiftete Arznei stammte, sowie um zwei weitere Filialen desselben Verbundes. Am Morgen war jedoch mindestens eine der Apotheken noch geöffnet.

Dass man die Schließung erst gestern veranlasst habe, sei nicht durch einen neuen Sachstand begründet, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. „Wir mussten uns den Sachverhalt erst einmal anschauen und prüfen, was juristisch möglich und geboten ist.“ Nach übereinstimmenden Berichten soll es sich bei dem giftigen Stoff um ein Betäubungsmittel handeln. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Stadt Köln wollten das zunächst nicht kommentieren.

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