Dachauer sammelt historische Postkarten aus seiner Heimat im Lederalbum

von Redaktion

Es war in den 70er-Jahren, als Wolfgang Bail aus Dachau seine Liebe zu Ansichtskarten entdeckte. Seither hat der 78-Jährige rund 150 gesammelt – vorzugsweise aus Dachau und den Landkreisen, liebevoll in ein Lederalbum einsortiert. Viele Kindheitserinnerungen seien damit verbunden. Er zeigt ein Bild vom damaligen Schwimmbad im Freien und erinnert sich: „Da ist früher noch Amperwasser reingelaufen.“ Aber: Er, damals sechs Jahre alt, und seine Spezln haben damals an der Staustufe am Amperwehr gebadet – da, wo heute das Elektrizitätswerk steht. Seine Schätze, meist auf Flohmärkten entdeckt, dokumentieren auch die Stadtgeschichte. „Eine Karte mit einem Dachau-Motiv kostet zwischen 5 und 30 Euro“, erzählt Bail. Je älter, desto teurer natürlich. Es gibt Szenen mit Heuwagen und Menschen, die in Tracht durch die Altstadt zogen, in der später Nazifahnen hingen – und wieder verschwanden. Der Wert der Sammlung? Für Wolfgang Bail unschätzbar.

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