Sturm Mortimer wirbelt Fahrplan durcheinander

von Redaktion

Böen bis zu 145 km/h: Autofahrer von Baum erschlagen, Bahn musste Strecken sperren

München – Starker Wind und reichlich Regen: Herbststurm „Mortimer“ sorgt an vielen Orten in Deutschland für Beeinträchtigungen und hat vor allem den Fernverkehr der Bahn empfindlich getroffen. Seit dem Morgen gab es zahlreiche Streckensperrungen. In Wittenberg (Sachsen-Anhalt) wurde ein 41 Jahre alter Autofahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Noch am Montagmittag ging auf der Bahnstrecke Nürnberg – Augsburg nichts mehr. Hier war ein Baum umgestürzt. Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet. Voraussichtlich gesperrt bis zum Betriebsschluss am Montag bleibt die Strecke Wolfsburg – Braunschweig – Göttingen.

Andere Sperrungen aufgrund des Sturmtiefs waren am Mittag wieder aufgehoben. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig wurden auf dem Brocken im Harz am frühen Montagmorgen Windgeschwindigkeiten von knapp 145 Kilometern pro Stunde gemessen.

Die Feuerwehr in Dortmund hat in einer spektakulären Rettungsaktion 350 Schafe in Sicherheit gebracht, deren Weide sich nach starkem Regen in einen See verwandelt hatte. Sogar ein Schlauchboot und Taucher kamen zum Einsatz. Die Weide stand bis zu zwei Meter hoch unter Wasser, für 20 Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Von heute an sollte sich die Wetterlage laut DWD aber wieder entspannen. Wer vom Sturmtief betroffen war, kann sein Zugticket bis zum 7. Oktober flexibel nutzen, wie die Bahn mitteilte. Die Zugbindung für diese Fahrkarten sei aufgehoben.

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