Angriff mit Schwert in finnischer Berufsschule

von Redaktion

Helsinki – Bei einer Gewalttat mit einer Stichwaffe in einer finnischen Berufsschule ist ein Mensch getötet worden. Zehn weitere Personen wurden in Kuopio nach Angaben der Polizei und der Universitätsklinik der Stadt verletzt, zwei davon schwer. Unter den Verletzten befanden sich ein Polizist und auch der mutmaßliche Täter. Bei ihm handelte es sich demnach um einen gebürtigen Finnen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst ebenso unklar wie das Motiv.

Der Angreifer soll laut Augenzeugenberichten mit einem Schwert in einen Klassenraum der Schule eingedrungen sein. Die Polizei bestätigte zunächst lediglich, dass es sich um eine Waffe mit einer Klinge gehandelt habe. Der Täter hatte zudem eine Schusswaffe bei sich. Die Polizei nahm ihn fest. Ministerpräsident Antti Rinne verurteilte die Tat.

Die Berufsschule bestätigte, dass es einen schweren Vorfall gegeben habe. Sie gab allerdings zunächst keine weiteren Informationen dazu bekannt. Die Räumlichkeiten befinden sich nach Angaben der Polizei im Gebäudekomplex eines Einkaufszentrums, das abgesperrt wurde – rund vier Kilometer südwestlich von Kuopio. Die Beamten hätten Gebrauch von der Schusswaffe gemacht, Gefahr für Außenstehende bestehe nun nicht mehr, erklärte die Polizei am Nachmittag.

Regierungschef Rinne bezeichnete den Vorfall als inakzeptabel. Die Regierung behalte die Lage im Blick, schrieb er auf Twitter. Beileid aussprechen.“ Weitere Regierungsmitglieder und Staatspräsident Sauli Niinistö zeigten sich ebenfalls schockiert.

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