„Ocean Cleanup“ sammelt Plastikmüll im Pazifik ein

von Redaktion

Rotterdam – Nach einer einjährigen Testphase hat der Plastikmüll-Fänger der Organisation „The Ocean Cleanup“ nun im Pazifik erste Erfolge erzielt. Das System treibe Plastikmüll zusammen und sammele diesen ein, teilte der Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, in Rotterdam mit. „Unser Ziel ist erreichbar.“

Das System habe Müll und industrielle Fischernetze, aber auch Mikro-Plastik eingefangen. Die technischen Probleme, die Ende 2018 zunächst zu einem vorzeitigen Abbruch des Einsatzes geführt hatten, wurden laut Initiatoren behoben. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch von der niederländischen Regierung unterstützt. Ziel ist es, die Ozeane vom Plastikmüll zu säubern.

Vor etwa einem Jahr war die Anlage von San Francisco aus zum „Great Pacific Garbage Patch“ (deutsch Großer Pazifischer Müllteppich) geschleppt worden, der zwischen Kalifornien und Hawaii gelegen ist. In diesem Strömungswirbel sammeln sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile. Dann gab es einen Rückschlag: Die Anlage konnte den Müll nicht festhalten und musste beschädigt an Land geschleppt werden. Nun sei die Anlage mit einem See-Anker verlangsamt worden, sodass das schneller schwimmende Plastik in die Fangarme treibe.

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll in dem U festhalten soll. Die erste Phase der Aktion soll im Dezember beendet sein. Dann wird die Anlage mit dem Plastikmüll an Land gebracht, wo der Müll dann weiter verarbeitet werden soll.

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