„Lass mich nicht sterben!“

von Redaktion

Elton Johns Memoiren enthüllen: Vor zwei Jahren stand der Sänger kurz vor dem Tod

VON DIERK SINDERMANN

London – „Ich betete zu Gott: ‚Bitte lass mich nicht sterben – lass mich meine Kinder wiedersehen’.“ In seiner neuen Autobiografie enthüllt Elton John, dass er nach einer Prostatakrebsoperation vor zwei Jahren kurz vor dem Tod gestanden hatte. Weitere Höhepunkte aus den neuen Memoiren sind seine Prinzessin-Diana-Anekdoten. Darunter, wie sich Sylvester Stallone und Richard Gere beinahe um Lady Di geschlagen hätten.

Der 72-Jährige schreibt in „Me, Elton John“, dass er sich 2017 in Los Angeles an der Prostata hatte operieren lassen. Laut eines Vorabdrucks in der „Daily Mail“ bekam er dann aber zehn Tage später bei einem Auftritt in Las Vegas schwere Schmerzen. Die Ärzte entdeckten, dass Flüssigkeit von seinen Lymphknoten austrat – eine seltene Komplikation der OP: „Ich habe mich deswegen zweieinhalb Monate lang immer wieder behandeln lassen müssen. Bis eine Routine-Koloskopie kurz vor meinem 70. Geburtstag die Flüssigkeit permanent hat abfließen lassen.“ In dem Glauben, dass alles wieder o.k. sei, war er dann auf Tour nach Südamerika gegangen. Doch dort fühlte er sich schnell wieder krank und „ich konnte nicht mehr aufhören, zu zittern.“ Er brach die Tournee ab und flog zurück nach London – direkt ins King Edward VII’s Hospital: „Dort hat man mir gesagt, dass mein Zustand sehr ernst war – sie aber nicht die medizinischen Geräte hatten, um mich zu behandeln. Sie haben mich zur London Clinic gebracht, wo sie mir Lymphflüssigkeit aus dem Zwerchfell rausziehen mussten.“ Zwei Tage lang musste die Musiklegende auf der Intensivstation verbringen. Er erfuhr, dass er sich eine schwere Infektion in Südamerika eingefangen hatte. Obwohl man ihn mit massiven Dosen von Antibiotika behandelte, kam sein Fieber zurück: „Die Lage war viel ernster, als gedacht. Sie haben MRT-Scans und was weiß ich noch alles an Prozeduren an mir ausgeführt. Die Ärzte haben zu meinem Mann David gesagt, dass ich nicht überlebt hätte, wenn ich 24 Stunden länger in Südamerika geblieben wäre.“ John schreibt, dass er die ganze Nacht wach im Krankenbett lag, aus Angst, das er allein sterben könnte: „Ich wollte noch ein bisschen länger bleiben und meine Kinder wiedersehen.“ Sein Beten wurde erhört. Nach elf Tagen durfte John wieder nach Hause und brauchte sieben Wochen, „bis ich wieder auf der Höhe war und alleine laufen konnte.“

Eine andere Anekdote: Elton John und Prinzessin Diana waren lange beste Freunde. Deshalb lud er sie auch zu einer Dinnerparty in seine Villa in London ein – zusammen mit George Michael, Richard Gere und Sylvester Stallone: „Diana war bereits von Prince Charles getrennt und Geres Beziehung mit Cindy Crawford war grade in die Brüche gegangen. Di und Richard saßen dann zusammen vor dem Kamin und haben sich angeregt unterhalten.“ Laut John gefiel diese vertraute Zweisamkeit Stallone gar nicht und er und Gere hätten sich fast um sie geprügelt. Diana habe sich von dem Theater gar nicht irritieren lassen: „Scheinbar ist ihr so etwas ständig passiert und sie war daran gewöhnt.“

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