Heftiger Wintereinbruch in Teilen Österreichs und in Südtirol

von Redaktion

Lienz – Starkregen und Schnee haben in Österreich erneut für Chaos auf Straßen und zu Stromausfällen gesorgt. In der Region Osttirol waren in der Nacht auf Samstag zeitweise alle Haushalte ohne Strom. Im Bundesland Kärnten kam es zu Hangrutschen, Muren und Felsstürzen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Auch die Bahn verkehrte auf einigen Strecken aufgrund der starken Schneefälle, der Probleme bei der Stromversorgung sowie umgestürzter Bäume nur eingeschränkt.

Die Gemeinde Stadl an der Mur (Steiermark) wurde am Sonntagabend zum Katastrophengebiet erklärt. Bereits am Nachmittag wurden hier 15 Wohnhäuser aufgrund einer drohenden Hangrutschung evakuiert. In Osttirol wurden die Menschen aufgerufen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Aufgrund des schweren Nassschnees herrsche Baumbruchgefahr, teilte das Land mit.

Auch in Südtirol herrschte Schneechaos, eine Lawine traf ein Dorf. Die Schneemassen hätten sich durch die Straßen von Martell gedrückt, sagte Bürgermeister Georg Altstätter. Es gebe aber keine Verschütteten. Häuser seien beschädigt und Menschen in Sicherheit gebracht worden: „Die Lage ist prekär.“ Möglich sei, dass sich weitere Lawinen lösen. Das Dorf mit rund 900 Einwohnern sei von der Außenwelt abgeschnitten.

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