Schauspieler Mario Adorf (89) treibt das Erstarken des Rechtsextremismus um. „Ich hätte niemals gedacht, dass es so etwas jemals wieder geben könnte: Neonazismus. Rechtsextreme Gewalt. Ein Politiker wird umgebracht, anderen wird mit Mord gedroht“, sagte er im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Oder dass ich jetzt lesen muss, wie viele junge Menschen in Europa sich einen starken Führer wünschen. Den hatten wir doch schon mal.“ Man habe „allzu bereitwillig das Vergessenwerden der Naziverbrechen zugelassen“, sagte Adorf. Er selbst fühle sich zunehmend dazu verpflichtet, den Jüngeren davon zu erzählen: „Vielleicht war es ja ein Fehler, nicht früher damit angefangen zu haben.“
Deutschland braucht nach Ansicht von Schlagersänger Bernhard Brink mehr Vorbilder. Mit Blick auf die Umweltpolitik kritisierte der 67-Jährige am Rande der Jubiläums-Gala der Solidarfonds-Stiftung NRW fehlenden Mut bei vielen Menschen. „Da muss ein kleines Mädchen namens Greta kommen, um den Erwachsenen zu erzählen, was sie ändern müssen.“ Viele scheuten es, ihre Meinung offen zu sagen, weil sie Angst vor einem Shitstorm hätten. Vor allem Eltern müssten ihre Vorbildrolle mehr ausfüllen. „Die Kinder brauchen wieder mehr Vorbilder, um später selbst mutig zu sein.“ Robert De Niro (76), Hollywood-Legende, hat nach eigenen Worten kein Problem mit dem Älterwerden. Es gehöre zum Leben dazu, sagte er im Interview der „FAZ“ „Ich habe noch nie verstanden, warum man das leugnen oder ignorieren will.“ Ihm selbst entgehe nicht, dass er älter werde, so der Schauspieler: „Und das ist auch in Ordnung so.“ Über seinen Platz in der Filmgeschichte mache er sich keine Gedanken: „Was ich hinterlassen möchte, ist etwas anderes. Klingt sicherlich kitschig. Aber ich würde mich freuen, wenn ich die Welt ein klein wenig besser gemacht hätte. Und sei es nur, weil ich ein paar Leuten mit auf den Weg gegeben habe, das Richtige zu tun und sich gegenseitig zu helfen.“