IN KÜRZE

von Redaktion

Nach einer umstrittenen Ehrung des Dresdner Semperopernballs für Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi wird Judith Rakers das Event nicht wie geplant moderieren. „Als SemperOpernball respektieren wir den Wunsch von Judith Rakers. Wir haben in ihrer Rolle als Tagesschau-Sprecherin volles Verständnis dafür“, teilten die Organisatoren mit. Zuvor hatte Rakers getwittert: „Ich habe den Ballverein bereits am Montag um Auflösung des Moderations-Vertrages gebeten und warte noch immer auf Zustimmung.“ Schlagersänger Roland Kaiser wird dagegen den Ball am 7. Februar wie geplant moderieren. Der Opernballverein hatte Al-Sisi am Sonntag trotz Protesten in Kairo einen seiner St.-Georgs-Orden überreicht – in der Kategorie Politik und Kultur. Der frühere General und Armeechef war 2013 nach einem Militärputsch an die Macht gekommen und 2014 als Präsident vereidigt worden. Seitdem geht er hart gegen Oppositionelle und Kritiker vor, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind stark eingeschränkt. Rakers und Kaiser hatten sich am Dienstag „irritiert“ über die Verleihung gezeigt. Ballvereins-Chef Hans-Joachim Frey entschuldigte sich daraufhin: „Die Verleihung war ein Fehler.“ Er rechtfertigte die Auswahl damit, dass der Ball eine Kultur- und keine politische Veranstaltung sei. Frey hatte in der Vergangenheit schon mit einer anderen umstrittenen Entscheidung Schlagzeilen gemacht: 2009 war Russlands Präsident Wladimir Putin Ballgast und Preisträger.

Seit mehr als 15 Jahren verbindet den Starkoch Tim Mälzer und Popsänger Sa-sha eine tiefe Freundschaft: Mälzer war nicht nur Sashas Trauzeuge, sondern ist auch Patenonkel von dessen Sohn. Dafür unterstützt der Sänger ihn auch in seinen schwierigsten Momenten – ohne, dass er überhaupt etwas sagen müsse. „Es gab kürzlich einen Todesfall bei mir im Bekanntenkreis. Ich habe da kein Theater drüber gemacht, mit niemandem gesprochen. Eine Stunde später rief Sasha mich an und hat sich mit mir unterhalten. Nicht auf den Punkt, aber ich habe gemerkt, warum er es getan hat, er hat es geahnt“, erzählt Mälzer Ende Januar. „Da habe ich wieder gemerkt, was für ein guter Freund er ist. Weil er eigentlich der Einzige war, der auf meine nicht gesagten Worte reagiert hat.“

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