Coronavirus: Schon 1700 medizinische Helfer infiziert

von Redaktion

Jakarta – Aus Sorge vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 hat eine indonesische Stadt den Verkauf von Ratten, Schlangen, Fledermäusen und Affen gestoppt. Der Markt in Tomohon auf Sulawesi ist dafür bekannt, dass dort solche Tiere zum Verzehr angeboten werden. Es wurde ein Team losgeschickt, das das Verbot bekannt machen soll, wie der Chef der lokalen Gesundheitsbehörde, Isye Liuw, sagte.

Nach derzeitigem Stand infizierten sich die ersten Menschen auf einem Wildtiermarkt im chinesischen Wuhan mit dem neuartigen Virus. Von welchem Tier der Erreger auf den Menschen übersprang, ist unklar – als möglicher Überträger gilt das Schuppentier. Ursprüngliches Reservoir sind wahrscheinlich Fledermäuse. Anlässlich des Weltschuppentiertags am Samstag kritisierte die Umweltorganisation WWF den massiven illegalen Handel. Die Säugetiere gelten als bedroht, der kommerzielle Handel ist verboten.

Im Kampf gegen das Virus haben sich bislang mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt. Mindestens sechs Helfer kamen ums Leben. Der überwiegende Teil der Betroffenen war in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war. Die Gesamtzahl der offiziell erfassten Infektionen in China liegt mittlerweile bei fast 64 000, die der Todesfälle bei fast 1400. Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus.

Am Freitag erreichte das Virus Afrika. Das ägyptische Gesundheitsministerium teilte mit, eine ausländische Person sei infiziert. Zur Nationalität machte das Ministerium keine weiteren Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt.

Weil sie aus ihrer Coronavirus-Quarantänestation geflohen ist, muss sich eine Frau in Russland vor Gericht verantworten. Der Chef eines Krankenhauses in St. Petersburg habe Klage eingereicht, teilte das zuständige Gericht mit. Die Frau hatte sich zuvor auf Online-Netzwerken beschwert, dass sie eingesperrt sei und „ungenießbares“ Essen aufgetischt bekomme.

Artikel 6 von 7