Die Schauspielerin Catherine Deneuve kann Beschreibungen von sich als Diva, Ikone, Göttin oder Königin nicht leiden. „Ich habe mich nie als Diva gesehen“, sagte die 76-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“. Sie möge auch den Begriff „Ikone“ des französischen Films nicht. „Wer will schon als Ikone betrachtet werden? Irgendwann fangen die Leute dann an, dich schlechtzumachen. Ich möchte mich ganz normal in der Öffentlichkeit bewegen.“ Sie wolle, dass die Leute sie ganz normal betrachteten. „Mich als Königin oder als Göttin zu behandeln ist lächerlich.“ Sie nehme kaum ernst, was über sie geschrieben werde, sagte Deneuve. „Wenn ich zu Hause bin, laufe ich im Trainingsanzug oder in Jeans herum.“ Sie fügte hinzu: „Ich gebe zu, da kann schon ein Trainingsanzug von Yves Saint Laurent dabei sein. Aber es stimmt schon, die Leute sind enttäuscht, wenn sie mich so sehen. Was soll ich machen. Auf dem Land bei der Gartenarbeit ist so eine Kleidung wesentlich praktischer und bequemer.“
Den Erzbischof von Berlin, Heiner Koch (65), zieht es an Rosenmontag zurück ins Rheinland. „In Berlin gibt’s keinen Karneval, das ist furchtbar. Das ist für mich wirklich ein Kulturschock gewesen, der einzige eigentlich“, sagte der gebürtige Düsseldorfer gestern in Köln. „Ein Amt habe ich nicht aufgegeben, als ich von Köln wegging, erst nach Dresden, dann nach Berlin.“ Der ehemalige Kölner Weihbischof fuhr im Rosenmontagszug mit. „Das ist das des Regimentsbischofs der Prinzengarde Köln. Da hängt das Herz dran, das habe ich beibehalten.“
Komiker Bernd Stelter (58) greift im Karneval zwar politische Themen wie die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen auf, aber nicht das Coronavirus. „Ich finde, eine Krankheit, eine Seuche, ist kein Thema“, sagte Stelter gestern in Köln. Im Übrigen gelte: „Normalerweise kann man Karneval feiern, im Moment muss man. Das ist wichtig. Man muss auch mal an was anderes denken.“ Er freue sich sehr auf den Kölner Rosenmontagszug, sagte Stelter, der als einer der profiliertesten Kölner Karnevalsredner gilt, vor dem traditionsreichen Umzug. „Dass da eine Million Jecke am Straßenrand stehen und feiern, haben sie sich verdient.“