Touristenzahl auf Mallorca eingebrochen – Israel: Einreiseverbot für Deutsche

von Redaktion

Die Zahl der internationalen Besucher ist auch auf Mallorca zu Jahresbeginn unter anderem wegen des neuartigen Coronavirus drastisch eingebrochen. Dem spanischen Statistikamt INE zufolge ging die Zahl der ausländischen Touristen im Januar auf den vier Balearen-Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera im Vergleich zum Vorjahr um fast 27 Prozent zurück. Als Ursache für den Rückgang nannte der Sprecher des balearischen Tourismusministeriums, Hugo Sáenz, unter anderem die Verunsicherung der Reisenden aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Erregers. Auf Mallorca waren bis Mittwoch fünf bestätigte Fälle bekannt geworden.

Sáenz machte zudem die Thomas-Cook-Pleite und die dadurch verringerten Flugverbindungen sowie das im Januar auf den Inseln und auf dem spanischen Festland wütende Sturmtief Gloria für Absagen von Reisenden verantwortlich. Der Sprecher relativierte aber gleichzeitig die gesunkenen Besucherzahlen: „Der Anteil der spanischen Urlauber ist im Januar dafür um rund zehn Prozent gestiegen“, hieß es.

Aus Sorge vor der Ausbreitung des Virus hat Israel neue Einreisebestimmungen für Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien veröffentlicht. Touristen aus diesen Ländern dürften nicht einreisen. Abgewichen würde von dieser Praxis lediglich, sofern sie glaubhaft beweisen, dass sie eine häusliche Quarantäne einhalten können. Diese Bestimmung solle in den kommenden Tagen in Kraft treten. Auch israelische Rückkehrer von internationalen Konferenzen müssten zwei Wochen in Heimquarantäne. Gesundheitsminister Jakov Litzman sagte, man werde Versammlungen mit mehr als 5000 Teilnehmern verbieten. Den Angaben zufolge ist das Virus mittlerweile bei 15 Personen nachgewiesen. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

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