Wien – In Österreich sind laut der Bilanz des Kuratoriums für alpine Sicherheit in der laufenden Saison deutlich mehr Menschen auf der Skipiste ums Leben gekommen. Waren es im Vorjahr noch 15, verunglückten zwischen November und März 28 Skifahrer tödlich auf der Piste – 16 davon alleine in Tirol. Kuratoriums-Präsident Karl Gabl: „Die Leute sind viel zu schnell auf der Piste unterwegs.“ Im langjährigen Trend passieren 40 Prozent der tödlichen Pistenunfälle bei Stürzen oder den Aufprall auf ein Hindernis, was darauf hindeutet, dass die Fahrer die Kontrolle über ihr Sportgerät verloren haben. Kollisionen zwischen Wintersportlern machen nur acht Prozent der Pistentodesfälle aus. Die meisten Skifahrer sterben ohne Unfall: 39 Prozent der Todesfälle sind Herz-Kreislauf-Störungen geschuldet. Die Zahl der Lawinentoten ist dagegen von 28 auf sechs zurückgegangen, was vor allem am milden Winter und der Schneelage liegen dürfte.