Australischer Klimarat zieht verheerende Bilanz der Brände

von Redaktion

Canberra – Die Buschbrände in Australien haben einer Schätzung zufolge allein im Tourismus einen Schaden von umgerechnet mindestens 2,6 Milliarden Euro verursacht. Das geht aus einer Bilanz des australischen Krisensommers hervor, den der Klimarat am Mittwoch veröffentlichte. Fast 80 Prozent aller Australier seien von den Folgen der monatelangen Brände direkt oder indirekt betroffen gewesen, erklärte der Climate Council.

„Ich kämpfe seit 50 Jahren gegen Feuer – und einen australischen Sommer wie diesen habe ich noch nie erlebt“, sagte der frühere Feuerwehrchef des am schwersten betroffenen Bundesstaats New South Wales, Greg Mullins. Der Klimawandel habe die noch dagewesenen Feuer angeheizt. Laut der Mitteilung gingen zwischen November und Februar bei den Versicherungen in vier Bundesstaaten 23000 Schadensmeldungen ein.

Insgesamt brannten in Australien über Monate 12,5 Millionen Hektar nieder, das ist mehr als ein Drittel der Fläche von Deutschland. 33 Menschen starben, 3000 Häuser wurden zerstört. Premierminister Scott Morrison sprach von einem „Schwarzen Sommer“ für das Land. Besonders schlimm war die Situation im Januar und im Südosten. In den vergangenen Wochen half der Regen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, er löste aber auch Überschwemmungen aus.

Seit dem 5. März gibt es in dem von den Buschbränden am schlimmsten betroffenen Bundesstaat New South Wales keine verheerenden Feuer mehr. Die Saison der Buschbrände sei offiziell am 31. März vorbei, sagte der Feuerwehrsprecher Greg Allan.

Laut einer weiteren Studie haben zwei Drittel der Menschen in Australien die Auswirkungen der Buschbrände erlebt – das entspricht 18 Millionen Bewohnern. 14 Prozent der 3000 Befragten waren demnach direkt von den Feuern betroffen. Das heißt, ihre Häuser wurden bedroht, beschädigt oder zerstört, beziehungsweise sie mussten vor den Flammen fliehen, wie die Australische Nationaluniversität mitteilte.

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