Nairobi – Kenias Behörden haben Ermittlungen gegen ein Blutschmuggel-Syndikat aufgenommen. Wie Medien berichten, gelangten Blutkonserven illegal ins Nachbarland Somalia, wo sie verkauft wurden. Ermittelt werde auch gegen Regierungsmitarbeiter, die mit Kartellen jenseits der Landesgrenze Bluthandel betrieben. Das ostafrikanische Land erlebt derzeit einen akuten Mangel an Spenderblut.
Kenias Gesundheitsminister Mutahi Kagwe verurteilte den Schmuggel: „Blutspender sind Patrioten, die andere Kenianer unterstützen wollen. Sie wollen sichergehen, dass das Blut für den eigentlichen Zweck verwendet wird, sie wollen Transparenz in der Handhabung.“ Die Regierung in Nairobi plane nun, Blutkonserven online zu erfassen, um ihren Weg von der Spende zur Transfusion nachverfolgen zu können. dpa