Osnabrück – Im Prozess um einen 25 Jahre zurückliegenden Mordfall ist ein 66-Jähriger am Freitag vor dem Osnabrücker Landgericht zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger des Angeklagten aus Freren hatte sich für einen Freispruch stark gemacht.
Der heute 66-Jährige soll im August 1995 eine 24-Jährige aus Sögel nach einer versuchten Vergewaltigung ermordet haben. Die junge Frau hatte zuvor eine Kirmes besucht. Um das Sexualverbrechen zu verschleiern, soll der Täter das Opfer erdrosselt haben.
Anfang 2018 hatte eine Mordkommission den Fall neu aufgerollt, nachdem es gelungen war, DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers zu sichern. Im Prozess hatte der Angeklagte eingeräumt, dass die Spuren von ihm stammten: Er habe die Frau gekannt und berührt. Am Tattag habe sie auf seinem Schoß gesessen. Der Richter sah die Aussagen als „widerlegte Schutzbehauptung“ an. dpa