Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete – in Oberbayern laufen die meisten Lifte

von Redaktion

Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden am Sonntag die Wintersaison. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Hotels und andere Unterkünfte sind noch bis einschließlich Montag geöffnet. Der Montag sei gewählt worden, damit eine „geordnete Rückreise der Gäste“ aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es.

Als Corona-Brandherd gilt Ischgl, der „Ballermann“ der Alpen. Vor rund einer Woche war bekannt geworden, dass ein 36 Jahre alter Barkeeper erkrankt sei – er soll zahlreiche Menschen infiziert haben. Die betroffene Bar, heißt es offiziell, sei sofort geschlossen, die Mitarbeiter in Quarantäne geschickt worden.

Jetzt ziehen auch Seilbahnbetreiber in Deutschland Konsequenzen aus der Ausbreitung des Coronavirus. So kündigten die Bergbahnen am Wendelstein (Zahnradbahn und die Seilbahn Bayrischzell) gestern die Einstellung ihres Betriebs ab Samstag an. Die Skigebiete Zugspitze und Classic in Garmisch-Partenkirchen bleiben unterdessen geöffnet. „Aktuell steht keine Schließung unserer Bergbahnen und Skigebiete im Raum“, sagte eine Sprecherin am Freitagmittag. Die Lage werde aber jeden Tag neu bewertet. Gleiches war von den AlpenPlus-Skigebieten zu hören. Spitzingsee, Sudelfeld und Brauneck in Lenggries bleiben demnach am Wochenende geöffnet. „Am Montag werden wir uns dann zusammensetzen und neu entscheiden“, sagte Sprecherin Antonia Asenstorfer.

Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte zeigt sich in Sachen Frühlings-Skifahren wenig optimistisch. „Wir rechnen in Kürze mit behördlichen Schließungen“, teilte der Verband mit.

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