Keine Millionen für Münze

von Redaktion

Berlin – Der Eigentümer der vor drei Jahren aus dem Berliner Bode-Museum gestohlenen Goldmünze ist mit einer Klage gegen den Versicherer gescheitert. Das Landgericht Berlin wies die auf Zahlung einer Versicherungssumme von mehr als drei Millionen gerichtete Klage ab. Der Eigentümer wurde bisher nur zum Teil entschädigt und klagt auf Zahlung des vollen Werts. Der Diebstahl der Münze mit einem Verkaufswert von 3,75 Millionen Euro hatte Ende März 2017 weltweit Schlagzeilen gemacht. Das Landgericht wies diese Klage mit der Begründung ab, dass kein versicherungsvertraglicher Leistungsanspruch bestehe. Zwar stelle der Diebstahl der Goldmünze ein versichertes Ereignis dar. Die Versicherung müsse aber wegen einer erhöhten Gefahr keine Leistungen zahlen. Im Bode-Museum sei die elektronische Öffnungsüberwachung des bei dem Einbruch benutzten Fensters „seit einem versicherungsrechtlich nicht unerheblichen Zeitraum defekt“ gewesen, erklärte das Gericht. Dies habe zu einer rechtlich relevanten Erhöhung des versicherten Risikos geführt.

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