Letzter Wunsch: Nil-Kreuzfahrt

von Redaktion

Ägypter setzt rührendes Zeichen für deutsches Corona-Opfer

Kairo – Deutsch-ägyptische Völkerfreundschaft in Zeiten der Corona-Krise: Zumindest symbolisch ist einem deutschen Corona-Opfer der Traum von einer Nil-Kreuzfahrt erfüllt worden. Der Deutsche war vor einigen Tagen an der Viruserkrankung gestorben. In den sozialen Netzwerken schrieb seine Tochter, dass sich ihr Vater nun nicht mehr seinen größten Wunsch erfüllen könne: eine Reise über den Nil zu den archäologischen Stätten zwischen Luxor und Assuan.

Von einem offenbar in Deutschland lebenden Freund erfuhr davon auch Mohamed al-Zawaidy, ein junger Ägypter aus Luxor, und schritt umgehend zur Tat, wie die ägyptische Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ berichtet. Fotos zeigen ihn vor einer mit einem Tuch, Blumen und Kerzen geschmückten offenen Box, darin ein Foto des Verstorbenen mit Vornamen Günther. Im Hintergrund sind die Ruinen Luxors zu erkennen. Die Box legte der junge Mann laut Bericht in der Nähe des weltberühmten Tempels von Luxor ins Wasser des Nils und ließ sie mit der Strömung davonschwimmen.

Unter dem Foto des Toten steht auf Deutsch der Text: „Lieber Günther, leider konnte dein letzter Wunsch nicht erfüllt werden – aber du bist deinem Traum jetzt ein Stück näher und bist in Luxor ganz nah am Nil. Wir zünden eine Kerze für dich an und hoffen, du freust dich darüber. Geschrieben von einem ägyptischen Staatsbürger, M. Ahmed“.  kna

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