Stuttgart – Der mit Spannung erwartete Stuttgarter Mordprozess um eine tödliche Attacke mit einem Samuraischwert ist kurz nach Beginn unterbrochen worden. Die Verteidiger des angeklagten Jordaniers stellten am Freitag einen Befangenheitsantrag gegen den psychiatrischen Gutachter. Über den Antrag will die Kammer bis zum nächsten Verhandlungstag Anfang Mai entscheiden.
Der Prozess findet wegen der Corona-Auflagen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der angeklagte 31-Jährige soll seinen früheren Mitbewohner auf offener Straße mit einem Samuraischwert getötet haben – alles vor den Augen der elfjährigen Tochter des Opfers. Zeugen hatten den Gewaltexzess Ende Juli des vergangenen Jahres mitten in einer Hochhaussiedlung mit Handykameras aufgenommen. Der Angeklagte kündigte am Freitag an, zu den Vorwürfen schweigen zu wollen. Während die Beweise für die Bluttat eindeutig scheinen, bleibt das Motiv zu Beginn des Verfahrens unklar. dpa