IN KÜRZE

Loveparade: Anwälte gegen Prozess-Ende

von Redaktion

Nach dem tödlichen Stoß eines 30 Jahre alten Mannes vor eine U-Bahn in Berlin hat am dortigen Landgericht der Prozess wegen Mordes begonnen. Der angeklagte Marokkaner soll das Opfer – der Mann stammte aus dem Iran – vor rund sechs Monaten auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor im Stadtteil Kreuzberg nach einem Streit um Drogengeschäfte von hinten attackiert und in das Gleisbett gestoßen haben. Der 27-Jährige erklärte am Freitag, er habe keine vollständige Erinnerung an die Tat und könne nicht fassen, dass er „einen so schweren Fehler begangen habe“. Er habe den Mann nicht töten wollen und bedauere zutiefst. Er habe, so ließ er erklären, unter Einfluss von Alkohol und Kokain gestanden.

Anwälte der Opfer der Loveparade-Katastrophe appellieren an das Landgericht Duisburg, das Verfahren nicht einzustellen. Auch angesichts einer Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie gebe es keinen Grund, das Verfahren jetzt zu beenden, heißt es in einer Erklärung von 14 Nebenklagevertretern.

Artikel 2 von 5