Exeter – Junge Menschen, Männer und Personen in individualistischen Gesellschaften leiden laut einer neuen weltweiten Studie am häufigsten unter Einsamkeit. Das zeigen erste Ergebnisse des „BBC Loneliness Experiment“, über das britische Medien am Donnerstag berichteten. Befragt wurden mehr als 46 000 Teilnehmer zwischen 16 und 99 Jahren in mehr als 200 Staaten und Territorien.
Danach nimmt mit zunehmendem Alter auch die Einsamkeit ab, so die Forscher der Universitäten von Exeter und Manchester sowie der Brunel University London. Laut Studie fühlt sich ein junger Mann, der in einer individualistischen Gesellschaft wie Großbritannien oder den USA lebt, wahrscheinlicher einsam als eine ältere Frau in einer kollektivistischen Gesellschaft wie in China oder Brasilien. Laut Manuela Barreto von der University of Exeter ist Einsamkeit kein Problem, das besonders ältere Menschen betrifft. „Tatsächlich geben jüngere Menschen an, dass sie sich einsamer fühlen.“