Münster – Im Missbrauchsfall Münster haben zwei weitere Väter Anzeigen erstattet, dass ihre Söhne von in dem Fall bereits Beschuldigten unsittlich berührt worden seien, berichtete ein Sprecher der Polizei Münster. Die Anzeigen richteten sich nicht gegen den 27 Jahre alten Hauptverdächtigen aus Münster. Die Kinder seien im gleichen Altersrahmen wie die bisher bekannten drei Opfer – also zwischen fünf und zwölf Jahren.
Die Mutter eines zehnjährigen Opfers ist weiterhin Teil der Ermittlungen, gegen sie besteht aber kein dringender Tatverdacht, die Frau sitzt nicht in Untersuchungshaft. Sie ist die Lebensgefährtin des Hauptbeschuldigten und soll seit 2018 vom Missbrauch ihres Sohnes gewusst haben. Der 27-Jährige hat als IT-Experte auch das WLAN – Computernetzwerk mit Funktechnik – für den Kleingartenverein eingerichtet, in dem einer der beiden bislang bekannten Tatorte liegt.