Aktivist rettet Rechtsextremen
Ein Unterstützer der Black-Lives-Matter-Bewegung, der während gewaltsamer Auseinandersetzungen in London einen mutmaßlich rechten Demonstranten in Sicherheit brachte, hat zum Einschreiten bei Gewalttaten aufgerufen. George Floyd könnte noch am Leben sein, wenn die anderen Polizeibeamten am Tatort ihren Kollegen gestoppt hätten, sagte Patrick Hutchinson dem britischen TV-Sender Channel 4. Ein Foto vom Samstag, das Hutchinson mit dem verletzten Mann über der Schulter zeigte, hatte in sozialen Medien für großes Aufsehen gesorgt und war gestern auf den Titelseiten mehrerer britischer Zeitungen abgebildet. Er wurde als „Held“ und „barmherziger Samariter“ gefeiert. Der Personal Trainer, der bereits Großvater ist, war zusammen mit mehreren Freunden eingeschritten, als der mutmaßliche Hooligan von Black-Lives-Matter-Demonstranten umzingelt und attackiert wurde. „Wir taten, was wir tun mussten, wir haben jemanden davor bewahrt, getötet zu werden“, sagte Hutchinson der BBC. Am Samstag war es in London und anderen Städten Englands zu mehreren Demonstrationen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gekommen.
Sängerin überlässt Aktivistin Insta-Konto
Im Kampf gegen Rassismus in den Vereinigten Staaten hat Sängerin Selena Gomez der Aktivistin Ruby Bridges für einen Tag ihr Instagram-Konto überlassen. Die 27-Jährige gab Bridges damit eine Plattform, um Gomez’ 179 Millionen Followern von ihrem ersten Schultag 1960 in New Orleans zu erzählen. Das Mädchen wurde in diesem Jahr zu einem der ersten Afroamerikaner, die im Süden der USA vor dem Ende der Rassentrennung auf eine ansonsten nur von Weißen besuchte Schule gehen konnten. Bilder auf dem Instagram-Konto zeigen die Sechsjährige, wie sie unter Polizeischutz und beschimpft von weißen Anwohnern aus der Schule ging. Dort wurde sie ganz allein unterrichtet, da alle anderen Eltern ihre Kinder aus Protest auf andere Schulen schickten. Auch fand sich nur eine Lehrerin, die die kleine Ruby unterrichten wollte.
Star beschenkt Floyds Tochter
Sie ist schon seit langem als Aktivistin bekannt, unter anderem für Bürgerrechte. Jetzt hat Hollywood-Star Barbra Streisand (78) nach Presseberichten der Tochter des getöteten Afroamerikaners George Floyd Aktien am Unterhaltungsriesen Disney geschenkt. Mehrere US-Medien gingen auf die großzügige Geste der Schauspielerin („Funny Girl“, „Herr der Gezeiten“) ein und bezogen sich auf einen Instagram-Post auf dem angeblich offiziellen Account von Gianna Floyd, der Tochter des Getöteten. Dort ist das sechs Jahre alte Kind mit einem Brief zu sehen, daneben steht der Kommentar: „Danke @barbrastreisand für mein Paket. Dank Dir bin ich jetzt eine Disney-Aktionärin.“ mm