Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein könnte dessen festgenommene Ex-Partnerin am Freitag wieder vor Gericht erscheinen müssen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung baten um einen Anhörungstermin am Freitag, wie aus einem Brief an Richterin Alison Nathan in New York hervorging. Ghislaine Maxwell war am Donnerstag im nordöstlichen US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden. Am Montag wurde sie in ein Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn verlegt, wie die zuständige Behörde mitteilte. Die 58-Jährige habe zu Epsteins „engsten Verbündeten“ gehört und eine „entscheidende Rolle“ bei seinen Machenschaften gespielt, hieß es von der New Yorker Staatsanwaltschaft. Maxwell hatte zuvor jedes Wissen über Epsteins Taten und jede Beteiligung daran zurückgewiesen.
Rosenkrieg vor Gericht: US-Schauspieler Johnny Depp hat Vorwürfe, ein „Frauenschläger“ zu sein, in einem Prozess in London scharf zurückgewiesen. Stattdessen beschuldigte der 57 Jahre alte Hollywood-Star am Dienstag seine Ex-Frau Amber Heard (34), ihm gegenüber gewalttätig gewesen zu sein. Beide waren am Dienstag im Gericht anwesend. Depp klagt gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ wegen eines Artikels, in dem behauptet wurde, er habe Heard körperlich misshandelt. „Das sind alles Lügen“, sagten seine Anwälte. Depp „ist kein Frauenschläger und ist das auch nie gewesen“. Der Schauspieler und seine Anwälte drehten den Spieß um und überzogen Heard mit Vorwürfen: „Sie war es, die ihm gegenüber gewalttätig war“, sagte David Sherborne. Berichte, Depp habe ihr während der Ehe schwere Gewalt angetan, seien erfunden. Depp selbst warf – in einer schriftlichen Stellungnahme – seiner Ex-Frau vor, ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen zu haben. Einmal sei ihm ein Finger abgetrennt worden, als sie mit einer Wodka-Flasche nach ihm geworfen habe. Das Paar hatte sich 2016 getrennt – nach nur 15 Monaten Ehe.