Wiesbaden – Erstmals seit Jahren haben sich wieder mehr Bundesbürger scheiden lassen. Im vergangenen Jahr endeten rund 149 000 Ehen durch einen richterlichen Beschluss, knapp 1000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das leichte Plus von 0,6 Prozent sei die erste Zunahme seit dem Jahr 2012. Die vergangenes Jahr geschiedenen Paare waren zuvor im Schnitt 14 Jahre und 10 Monate verheiratet. In etwa der Hälfte der Fälle lebten noch nicht erwachsene Kinder im Haushalt, insgesamt waren den Angaben zufolge etwa 122 000 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Erstmals erfasst wurden in der Statistik Scheidungen gleichgeschlechtlicher Ehepaare, hier wurden 100 registriert.