Mit tollen Aha-Momenten: „Pictures“ ist „Spiel des Jahres“

von Redaktion

Berlin – Das kreative Ratespiel „Pictures“ ist das „Spiel des Jahres“. Bei dem Spiel von Daniela und Christian Stöhr aus dem PD-Verlag in Heidenau geht es darum, etwa mit Bauklötzen, Schnürsenkeln und Symbolkarten Fotomotive darzustellen. Zum Spiel gehören fünf verschiedene Materialsets. Die Jury sprach von „tollen Aha-Momenten und amüsierenden Rechtfertigungsversuchen missverstandener Künstler-Genies“, von „großer Kreativität mit einfachsten Mitteln“. Das Spiel biete einen großen Anreiz zum Experimentieren. Die Raterunden glichen dem Besuch von Kunstausstellungen. Das Spiel ist für drei bis fünf Personen ab 8 Jahren geeignet.

Anliegen des Vereins „Spiel des Jahres“ ist es, Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele als Kulturgut zu fördern. Die Auszeichnung wird seit 1979 vergeben.

„Kennerspiel des Jahres“ ist das kooperative Kartenspiel „Die Crew“ aus dem Stuttgarter Kosmos-Verlag. Bei dem Spiel von Thomas Sing reisen drei bis fünf Raumfahrer zu einem anderen Planeten. Dabei auftauchende Probleme können die Kosmonauten nur gemeinsam lösen. Die Jury betonte, ein kooperatives Stichspiel allein sei schon etwas ganz Besonderes.

Die Jury erinnerte daran, dass vor 25 Jahren Klaus Teubers „Siedler von Catan“ zum „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet wurde und sich im vergangenen Vierteljahrhundert zu einem „Meilenstein des Brettspiels“ entwickelt habe. Für die diesjährige Auszeichnung testete die Jury nach eigenen Angaben etwa 330 Neuheiten. Die Preisvergabe am Montag in Berlin fand wegen der Corona-Pandemie unter stark veränderten Vorzeichen statt. Viele Spieleautoren und Verlagsvertreter waren per Livestream zugeschaltet.

Die Juroren berichteten, während des Shutdowns habe die Spielwarenbranche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 25 Prozent verzeichnen können. Grund sei, dass viele Menschen auch unter den veränderten Bedingungen der Pandemie etwas gemeinsam hätten machen wollen.

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