IN KÜRZE

von Redaktion

Eine selbstkritische Bilanz seines Familienlebens hat Wolfgang Niedecken (69), Sänger der Kölner Rockband BAP, gezogen. So habe er einst „sehr arrogant und selbstgerecht“ Rechenschaft von seinem Vater gefordert über dessen „Verhalten im Nationalsozialismus“ und erst später erkannt, dass dieser aus Sorge um seine Familie zum Mitläufer geworden sei, berichtet der „Spiegel“. Niedecken erzählt auch von Missbrauch durch einen Sadisten im katholischen Internat: „Ich weiß nicht, was ich diesem Kerl alles angetan hätte, wenn meine Kinder das hätten erleben müssen.“ Dennoch sei er „restkatholisch. Sozusagen, für alle Fälle …“. Der Sänger, der im September das 20. Studioalbum von BAP veröffentlicht und nächstes Jahr 70 wird, möchte nach seinem Tod aber nicht wie sein Vater in seinem berühmtesten Song „Verdamp lang her“ auf einem Friedhof liegen: „Inzwischen gefällt mir die Vorstellung besser, als Asche in einer Urne aufbewahrt zu werden. Dann kann man mich in den Garten stellen oder es auch lassen.“

Hollywood-Schauspielerin Kirsten Dunst (38) und ihr Ehemann Jesse Plemons (32) können mit ihrem Frühstart in der Filmbranche gut umgehen. „Wir lachen beide darüber, dass wir zwei Kinderdarsteller waren“, sagte Dunst. „Und wir sind beide ganz okay geworden.“ Dunst spielte in Filmen wie „Marie Antoinette“ und „Spider-Man“, stand jedoch auch schon als Kind an der Seite von Robin Williams in „Jumanji“ vor der Kamera. Als Teenager wurde sie 1994 für ihre Rolle in „Interview mit einem Vampir“ für einen Golden Globe nominiert. Plemons spielte in der Erfolgsserie „Breaking Bad“. Er hatte aber auch schon Fernsehauftritte als Kind, ehe er mit 18 eine Hauptrolle in der Serie „Friday Night Lights“ bekam. Dunst und Plemons lernten sich bei Dreharbeiten zur TV-Serie „Fargo“ kennen, in der sie ein Ehepaar spielten. Seit 2018 haben sie einen gemeinsamen Sohn.

Die australische Schauspielerin Cate Blanchett (51) möchte auf eine geschlechtsspezifische Berufsbezeichnung gern verzichten. „Ich gehöre zu einer Generation, in der das Wort Schauspielerin (actress) immer auf eine abwertende Weise verwendet wurde“, sagte Blanchett laut Nachrichtensender CNN in Venedig. „Ich habe mich selbst immer als Schauspieler (actor) bezeichnet.“ Die Oscar-Preisträgerin ist in diesem Jahr Jurypräsidentin des Filmfestivals Venedig.

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