Studie: Mehrheit hofft auf Veränderungen nach Corona-Krise

von Redaktion

Hamburg – Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einem tiefgreifenden Wandel ausgelöst. So wünscht sich jeder zweite Deutsche (51 Prozent), dass sich das eigene Leben signifikant verändert, und möchte nicht, dass alles wieder so wird wie vor der Pandemie, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Ipsos-Umfrage im Auftrag des Weltwirtschaftsforums ergab. Die andere Hälfte (49 Prozent) erhofft dagegen, schnellstmöglich wieder zum Vor-Corona-Zustand zurückkehren zu können.

Im weltweiten Vergleich ist in keinem anderen Land der Wunsch nach einer Rückkehr zur alten Normalität größer als in der Bundesrepublik. Lediglich in den Niederlanden (49 Prozent), Südkorea (44) und den USA (43) sehnen sich ähnlich viele Bürger nach ihrem „alten“ Leben.

Am stärksten aufgeschlossen gegenüber persönlichen Veränderungen zeigen sich die Menschen in Mexiko (89 Prozent), Kolumbien (88), Peru (86), Russland und Indien (je 85 Prozent) oder Italien (76).

Fast neun von zehn Befragten (86 Prozent) stimmen weltweit im Wunsch nach einem Wandel zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt überein nach Bewältigung der Pandemie. Am meisten wollen das die Menschen in Russland und Kolumbien (je 94 Prozent), dicht gefolgt von Chile, Mexiko und Peru (je 93). Mit 78 Prozent gehört Deutschland neben den USA (79) und Südkorea (73) allerdings erneut zu den Ländern, in denen die Sehnsucht der Bürger nach einer Rückkehr zum Vor-Corona-Zustand besonders groß ist.

Die Ergebnisse stammen aus der Ipsos-Global-Advisor-Studie „How Much Is the World Yearning for Change After the COVID-19 Crisis?“, die in dem Zeitraum zwischen 21. August und 4. September unter 21 104 Personen in 28 Ländern durchgeführt wurde.

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