Rennes – Ein Gericht in Nordfrankreich hat Eltern eine Entschädigung in Höhe von 1,4 Millionen Euro zugesprochen, weil ihr Sohn nach einer Grippeimpfung schwer erkrankt ist. Das Verwaltungsgericht von Rennes erklärte, der Junge habe Symptome der sogenannten Schlafkrankheit entwickelt und müsse nahezu ständig beaufsichtigt werden. Das Kind war Ende 2009 im Alter von zehn Jahren gegen das Influenza-A-Virus H1N1 geimpft worden. Bei dem Jungen wurde dem Gericht zufolge im März 2012 eine Narkolepsie mit Kataplexie diagnostiziert, die die Eltern auf die Impfung gut zwei Jahre zuvor zurückführen. Die ungewöhnlich hohe Entschädigung begründete das Gericht mit den „Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung“ des jungen Mannes wie Übergewicht und Depressionen. In Frankreich nimmt die Zahl der Impfgegner seit einigen Jahren deutlich zu.